Schluss mit Excel-Chaos: Warum der Einkauf 2026 ein Single Point of Truth braucht
Warum technische Produktdaten ohne zentrale Struktur zur größten Unsicherheit im strategischen Einkauf werden

Nick Petrovic
Co-Founder
Insight

In vielen Unternehmen ist Excel nach wie vor das zentrale Werkzeug, um technische Produktinformationen zu verwalten, Angebote zu vergleichen und Entscheidungen im strategischen Einkauf vorzubereiten. Doch 2026 stößt dieser Ansatz an klare Grenzen. Die Elektro- und Elektronikindustrie ist geprägt von hoher Variantenvielfalt, komplexen Wertschöpfungsketten und uneinheitlichen Datenstrukturen. Unter diesen Bedingungen ist Excel nicht nur unpraktisch – es verhindert Transparenz und belastbare Entscheidungen.
Warum technische Produktdaten für den Einkauf so kritisch sind
Produktgruppen wie Schaltgeräte, Transformatoren, Halbleiter oder Verbindungstechnik umfassen häufig mehrere hundert Attribute pro Artikel. Hersteller liefern diese Informationen in unterschiedlichen Formaten und mit uneinheitlichen technischen Bezeichnungen.
Typische Herausforderungen:
fehlende oder inkonsistente ETIM-Zuordnungen
mehrere Datenversionen zwischen Abteilungen
manuelle Pflege durch Kopieren, Sortieren und Ergänzen
Fehleranfälligkeit bei großen Datenmengen
fehlende Vergleichbarkeit über Herstellergrenzen hinweg
Für den Einkauf bedeutet das:
Entscheidungen basieren nicht auf vollständigen oder vergleichbaren Daten, sondern auf Fragmenten.
Wo Excel strukturell an Grenzen stößt
Excel wurde nicht dafür gebaut, komplexe technische Produktinformationen in dynamischen Umgebungen zu verwalten. Das macht sich in mehreren Bereichen bemerkbar:
fehlende Skalierbarkeit bei 20.000–50.000 Varianten
keine automatische Standardisierung von Attributen
keine logische Verknüpfung zwischen Produkten, Versionen oder Alternativen
kein Single Source of Truth: jede Datei ist eine lokale Wahrheit
hohe Fehlerquote durch manuelle Übertragungen
Je komplexer ein Portfolio, desto wahrscheinlicher entstehen Informationsinseln.
Konsequenzen für den Einkauf
Der größte Effekt zeigt sich dort, wo Entscheidungen getroffen werden:
Angebotsvergleiche basieren auf unvollständigen technischen Daten
Alternativen werden übersehen, weil Attribute nicht konsistent vorliegen
Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bleiben bestehen
Marktentwicklungen lassen sich schwer erkennen
Datenmanagement frisst Zeit, die für strategische Aufgaben fehlt
In Summe:
Ohne einheitliche, zentrale Datenbasis bleibt der Einkauf reaktiv – nicht strategisch.
Der Single Point of Truth als Lösung
Ein Single Point of Truth (SPOT) umfasst mehr als eine zentrale Datenbank. Er ist eine technisch standardisierte Grundlage für Entscheidungen.
Ein SPOT bedeutet:
automatisierte Datenextraktion aus Herstellerquellen
einheitliche Strukturierung und Normalisierung der Attribute
konsistente ETIM-Mappings
KI-gestütztes Matching technischer Alternativen
verbindliche Datenbasis für Einkauf, Engineering und Produktmanagement
transparente Verknüpfung aller relevanten Informationen
Lösungen wie collatio setzen genau hier an: Sie schaffen belastbare technische Vergleichbarkeit in einem Markt, der durch Variantenvielfalt und fehlende Standards geprägt ist. Durch automatisierte Standardisierung und Matching entstehen Markttransparenz und Entscheidungsqualität.
Was Unternehmen 2026 gewinnen
Wer technische Produktinformationen in einen SPOT überführt, erreicht:
signifikante Reduktion manueller Pflegeaufwände
konsistente Daten für alle Beteiligten
bessere Vergleichbarkeit von Angeboten
schnelleres Identifizieren technischer Alternativen
mehr Unabhängigkeit von einzelnen Lieferanten
präzisere Verhandlungen durch verlässliche Datenbasis
Eine saubere technische Datenbasis wird damit zum zentralen Wettbewerbsfaktor.

